
VATER UNSER
Wie im Himmel...so auf Erden
Ein Theaterstück von Ulrich Seidl an der Volksbühne am Rosa Luxemburg-Platz in Berlin, 2004
Ein Andachtsraum, wie er sich auf einem Flughafen befinden könnte. Eine kleine Kirche am Ort der profanen Himmelfahrt, dem Zentrum aller globalen Mobilität. Darin sechs Gläubige und ein Priester, die zu Gott beten, ihm bekennen, beichten und fragen, die flüstern, schreien, schimpfen und hadern.
„Vater unser“ heißt das erste Theaterstück Ulrich Seidls, und beschäftigt sich - dem preisgekrönten Film Jesus, Du weißt folgend - mit der Frage, wie Glaube funktioniert. Seidl will dabei kein Ideologiekritiker sein, der sich mit der Verkrampftheit der Kirche beschäftigt, mit Bigotterie oder Kitsch oder autoritären Strukturen. Seidl interessiert die Frage: Wie bringen Menschen es fertig, ein persönliches Verhältnis zueinem "Vater im Himmel" aufzubauen, den sie nie gesehen haben? Wie kommuniziert man mit Gott?
2005 Eine TV-Aufzeichnung von „Vater unser“ wurde 2005 auf 3-SAT in einer eignes für das Fernsehen von Ulrich Seidl gekürzten Fassung ausgestrahlt.
Im Mai 2006 wurde das Stück am Husets Theater in Kopenhagen auf dänisch „Vaer vor“ nachgespielt. Regisseur Inger Eilersen konnte einige der renommiertesten Schauspieler Dänemarks für die Inszenierung gewinnen . >>>
